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Die 5 wichtigsten DJ* Tipps

Ob für Hobby DJs auf Geburtstagen oder das große Booking im Club – für alle die ein bisschen etwas Neues über die DJ Kunst lernen wollen, oder auch erfahrene Hasis, die ein bisschen ihre post- pandemische Angst beruhigen wollen, im Sinne von: „Wie mache ich das eigentlich?“ Hier die essentiellen Tipps eines abgebrannten aber auch für Musik brennenden Transvestiten.

1) Lies das Publikum

Die wichtigste Fähigkeit eines DJs ist das Gespür für die Menschen auf der Tanzfläche. Dabei präsentiert man einerseits seine Kunst, es geht aber auch maßgeblich darum auf die Leute einzugehen, mit Ihnen mitzugehen. Manchen Personen sieht man an der Nasenspitze an, was für Musik sie hören möchte. Diese Fähigkeit nimmt schon sozialwissenschaftliche Züge an: Wie alt sind die, ist das mein Jahrgang? Hören die Radio? Die brauchen doch bestimmt noch einen Drink! Oder etwas anderes? Dabei erkennt ein DJ auch immer die Stimmung, je nach Abbiegung die er gerade in seinem Musikmix gemacht hat. Ein rotes Tuch für manche: Musikwunsche. Natürlich spielt man die nicht blind. Eine gewisse Unruhe des Publikums erkennt man jedoch gut daran, dass es vermehrt zu Wünschen kommt, das sollte man aufnehmen! Man muss dafür die Muße haben und darf sich nicht zu sehr in seinen Playlists verzetteln und auf den Laptop starren. Generell ist es wichtig, aufmerksam zu sein und sehen.

Im Deutschen ist auch die Bezeichnung DJane verbreitet. Da der ursprüngliche englische Begriff DJ jedoch gender neutral ist (Disk Jockey) und der Begriff DJane als verniedlichend wahrgenommen wird, wird hier DJ* verwendet, um kenntlich zu machen, dass es noch mehr als männliche “DJs” gibt.

2) Know your shit

Diese Kunst ist wie gesagt eine Kunst, aber eben auch ein Handwerk, und da gehören gewisse Grundlagen einfach dazu. Man braucht garnicht von Beatgrid, der besten DJ* Software oder Beatmatching Anfang. Die blanke Technik wie dein Setup, die Kabel, deine Kopfhörer sind einfach maßgeblich. Und Technik spinnt auch einfach manchmal. Dann gilt es die Fehlerquellen zu analysieren und zu lösen. Ich erinnere mich gerne zurück an ein Schlüsselerlebnis in einer Tanzbar in Schöneberg bei der ein kaputtes Kabel quasi den ganzen Abend ruiniert hat und ich dann am nächsten Mittag dem Chef erklärt habe, dass ich garnichts falsch gemacht habe und bei mir ja alles funktioniert hat. Seine nüchterne Aussage: Du bist als DJ* eben auch ein bisschen Techniker*In. Diese Wahrheit beweist sich über die Jahre doch sehr deutlich. (Liebe Grüße an Uli)

3) Hab Spaß

Bei aller Technik und Akkuratheit, die im letzten Teil erwähnt wurde, geht es gleichzeitig darum loszulassen und Spaß zu haben. Das überträgt sich nämlich enorm auf deine Umwelt und in dem Fall dann auf deine Kollegen und vor allem auf die Gäste. Der besondere Mix zwischen Handwerk und Kunst verlangt dir auch immer wieder diese Balance ab. Liefere ab und leiste deinen Dienst, leiere aber nicht deine Playlist herunter und überrasche auch mit längst vergessener Musik. Überrasche dich auch mal wieder selbst!

4) Be prepared

Andere würden diesen Punkt sicherlich höher einordnen, aber die sind Streber! Auf jeden dieser hier genannten Punkte kann man sich genau genommen vorbereiten. Preparation is key. DJs haben so ein cooles Image aber sind eigentlich die absoluten Streber, die alles genau vorbereiten bis ins kleinste Detail. Sei es deine Playlists, so zu sortieren, dass du sie perfekt je nach Genre, Jahr oder vorherigen Abend wiederfindest, gespickt mit frischen neuen Spritzern. Genau so, die Anreise zu planen, mit welchem Vibe du auf die Party gehst, immer und immer wieder solltest du dich neu vorbereiten! Es folgt extra Geheimtipp von meinem DJ Ziehonkel PomoZ: Immer etwas gutes, deftiges gegessen haben! 🙂

5) Übernimm dich nicht

Wir sind Menschen, bei aller Liebe und Lust musst du wortwörtlich auf deinen Rythmus achten. Genau wie der Takt der Musik, solltest du als Mensch zB auf deinen Schlafrythmus und den Takt achten. Den Takt in dem dein Leben schlägt. Zu viele Bookings, Krankheiten der tiefe Rausch können zu viel sein. Deswegen, nimm nicht jeden Auftritt an und sag auch mal einen ab, wenn es nicht geht. Bewahre dir deine Magie, die du in deinem Herzen trägst. Bitte. <3

Anna Klatsche ist Moderatorin, DJ* und Veranstalterin. Seit einigen Jahren ist sie Resident DJ* im SchwuZ

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(c) Lena Meyer
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