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Schreiben gegen die Norm(en). Lesung mit Livestream

1. Oktober @ 19:00

6,60 €

Pepsi Boston Bar: Schreiben gegen die Norm(en). Lesung mit Livestream

»Schreiben gegen die Norm(en)?« geht in die dritte Runde. Jchj V. Dussel, Heike Geißler, Siham Karimi und Marlen Pelny lesen und diskutieren in der Pepsi Boston Bar des SchwuZ. Ihre vielfältige Gegenwartsprosa und -lyrik und ihre literarischen Positionen durchqueeren soziale wie literarische Normen. Alle Autor*innen zeigen eindrücklich, wie durch ihr Schreiben (hetero-)normative und dominanzkulturelle Strukturen in Gesellschaft und Literaturbetrieb dekonstruiert werden können.

In »Die Woche« lässt Heike Geißler zwei proletarische Prinzessinnen eine Revolte anzetteln. Da sie nie in irgendeinem Buch vorkommen, schreiben sie sich selbst ein in die Texte und leisten damit Widerstand gegen die tradierten Märchen, die die Literatur immer noch durch-dringen. Jchj V. Dussel dagegen zeigt in seinem Roman »aus dem schlafenden Vulkan ausbrechen« wie Kopja aus einem toxischen Familienumfeld entkommt und mit welchen Widrigkeiten ein nicht-binärer Körper in einem provinziellen Deutschland zu kämpfen hat. »Liebe / Liebe« ist ein ambivalenter Roman, in dem Marlen Pelny das Grauen in der Zu-neigung zwischen Kind und Eltern beschreibt: die Nähe wird übergriffig, die vermeintliche Liebe sprachlos. Der Text handelt aber auch vom Mut, ein Leben außerhalb der Vater-Mutter-Kind-Konstellation anzustreben. Siham Karimi arbeitet in Gedichten mit sensiblen und zugleich scharf analysierten Bildern. Karimi erzeugt so ein literarisches Zusammen-spiel von muslimischer Spiritualität und poetisierten Alltagsbeobachtungen.

Jchj V. Dussel [alle Pronomen oder j] ist Autorj & Performance-Künstlerj. Js Text »DARK ROOM revisited« wurde 2021 am Maxim Gorki Theater Berlin verfilmt und 2022 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Im selben Jahr erschien sein Debütroman »aus dem schlafenden Vulkan ausbrechen« im Luftschacht Verlag (Wien). Jchj lebt in Berlin.

Heike Geißler [sie/ihr] lebt und arbeitet als Autorin in Leipzig. Zuletzt erschienen ihr aktueller Roman »Die Woche« (Suhrkamp, 2022), das gemeinschaftliche Literaturprojekt »Check your habitus« (Sukultur, 2021) und der Reportage-Roman »Saisonarbeit«. Sie ist Autorin und Mitherausgeberin der Heftreihe »Lücken kann man lesen« und Teil des Kollektivs George Bele.

Siham Karimi [keine Pronomen] lebt und arbeitet in Dortmund. Siham schreibt Lyrik und Prosa zu Themen, wie z. B. die Zugehörigkeit und das Navigieren in einer cis-hetero-normativ-weißen Gesellschaft, über die Diaspora und darüb er, wie es ist, ein Kind migrantischer Eltern zu sein.

Marlen Pelny [sie/ihr] lebt und arbeitet als Autorin und Musikerin in Berlin. Für ihren Debüt-roman »Liebe/Liebe« (Haymon Verlag, 2021) wurde sie 2022 mit dem Klopstock Förderpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Lyrikbände »Wir müssen nur noch die Tiere er-schlagen« und »Auftakt«, außerdem gemeinsame Hörbücher mit Ulrike Almut Sandig. Mit ihrer Band »Zuckerklub« veröffentlichte sie zuletzt die EP »Jemand so wie du«.

Moderation: Andrea Schmidt [sie/ihr] und Kevin Junk [er/they]

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Queerer Kanon Newsletter, vom Haymon Verlag, vom Luftschacht Verlag, vom Suhrkamp Verlag, von Typografie/im/Kontext, von PINK.LIFE und dem Aktionsbündnis gegen Homophobie.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche des Unabhängigen Lesereihen e.V. »Reihenweise« statt und wird mit Mitteln des Deutschen Literaturfonds realisiert. Zum Anlass der Aktionswoche erscheint gleichzeitig die Anthologie »Reihenweise – Veranstalten in der freien Literaturszene« in der Edition Mosaik.

* * *

Schreiben gegen die Norm(en)?« ist eine Lesungs- und Gesprächsreihe rund um das Queere, Offene, Nichtfestgelegte und Experimentelle. Die von Alexander Graeff [er/ihm] initiierte Reihe startete im Dezember 2018 und wird seitdem von einem Kurator*innenteam fortgesetzt. In wechselnden Locations präsentieren wir je Ausgabe vier Autor*innen. Der Fokus der Reihe liegt auf dem empowernden, queerfeministischen, kritischen und experi-mentellen Schreiben der literarischen Gäst*innen. Im Gespräch mit wechselnden Modera-tor*innen diskutieren wir vielfältige literarische Ansätze gegen (hetero-)normative und dominanzkulturelle Strukturen in Gesellschaft und Literaturbetrieb. »Schreiben gegen die Norm(en)?« ist Mitglied des Unabhängigen Lesereihen e.V.

Instagram: @schreibengegendienormen
Facebook: @schreibengegendienormen

Eventdetails

Details

Datum:
1. Oktober 2022
Zeit:
19:00
Eintritt:
6,60 €
Eventkategorien:
,

Ort

SchwuZ
Rollbergstraße 26
12053 Berlin
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